05 Aug 2017

„miteinander und füreinander“ anstelle von „schwarz-weiss Gedankengut“

«Der Vormarsch der «Shareholder» wird wohl auf Kosten der «Stakeholder» gehen, der Banken, Zulieferer, Kunden oder Mitarbeiter einer Firma. Und manche Unternehmen, die in den vergangenen Jahren das Stakeholder- oder Corporate-Social-Responsibility-Konzept zur Maxime erhoben haben, werden unter dem Eindruck der aktivistischen Aktionäre ihre Position revidieren müssen.“ Zitat NZZ Artikel vom 29. Juli 2017.

NZZ Artikel: Aktivistische Aktionäre blasen zum Angriff: „Heuschrecken willkommen“

Wer derartige Schlüsse zieht, muss nach wie vor noch in seinem schwarz-weiss Gedankengut gefangen sein. Es fehlt ihm wohl die holistische Sichtweise, mittels der es möglich wird, dass die Share- und Stakeholder-Nutzenmaximierung in Wechselwirkung sehr wohl einhergehen kann. Warum soll ein Unternehmen nur das eine oder andere tun können? Entweder dies oder das. Was für ein starrsinniger Blödsinn.

Selbstverständlich ergeben sich immer mal wieder Dilemmas, welche zu einem einseitigen Urteil führen können. Nur sind wir im Leben äusserst selten damit konfrontiert, dass wir einen Entscheid fällen müssen, welcher vollständig zu Lasten des Einen oder des Anderen geht. Zudem sind die meisten Entscheide auch niemals für die Ewigkeit.

Existenzbedrohliche Dilemma-Entscheidungen gibt es natürlich sehr wohl. Nur sollten wir unser alltägliches Handeln nicht von einem derartigen kategorischen Imperativ-Urteilsvermögen leiten lassen. Vielmehr sollten die vielfältigen Möglichkeiten miteinander und füreinander genutzt werden.

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